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Zoofäscht 08 - Die Sommernachtsgala für den Zürcher Zoo am 23. August 2008
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Das Zoofäscht 2008 steht im Zeichen des Nubischen Steinbocks (capra ibex nubiana)

Nubischer Steinbock

Der Nubische Steinbock ist eine der schönsten Bergziegen der Welt und einer der kleinsten Vertreter der Steinböcke (capra ibex). Charakteristisch sind für den Nubischen Steinbock die schwarzweissen Beine und ein schwarzer Aalstrich auf rostgelber Färbung. Ausserdem hat er den längsten Bart. Während der Brunftzeit verfärben sich bei den Männchen Nacken, Brust, Schultern und Flanken dunkelbraun bis schwarz. Obwohl der Nubische Steinbock zierlicher gebaut ist als der Alpensteinbock, können die Hörner der Männchen über einen Meter lang werden.

Lebensraum
Der Nubische Steinbock lebt auf der Arabischen Halbinsel und im nordöstlichen Afrika. Sein Lebensraum ist stark zersplittert und fragmentiert, er nutzt felsige Wüstenregionen. In Nordostafrika bewohnen die Nubischen Steinböcke die Rotmeerküste Ägyptens, des Sudans und Eritreas. Auf der Arabischen Halbinsel kommen sie in Israel (im Negew und in der Judäischen Wüste), Jordanien, Saudi-Arabien, Jemen und Oman vor. Sie sind stark bedroht, in Syrien und im Libanon sind sie bereits ausgestorben.

Bedrohung
Jagd und Wilderei sind die Hauptbedrohung des Nubischen Steinbocks. Menschen und ihre Haustiere wie Ziegen, Kamele und Esel verdrängen ihn zusätzlich aus seinem natürlichen Lebensraum. Wenn er auch vielerorts unter Schutz steht, wird er weiter bejagt. In den meisten Ländern ist die Population auf wenige Tiere gesunken, aktuelle Zahlen fehlen. Die Internationale Welt-Naturschutzunion (IUCN) führt die Art als stark gefährdet (endangered) auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Lebensweise
Im Gegensatz zu vielen anderen Wüstenbewohnern ist der Nubische Steinbock nicht nachtaktiv und muss regelmässig trinken. In den Sommermonaten halten sich die Tiere nachts auf offenem Gelände auf, in der kalten Jahreszeit suchen sie dazu Höhlen oder Überhänge auf. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Gehölzpflanzen. Weibchen leben zusammen mit ihrem Nachwuchs in Herden von 10 bis 20 Tieren. Die Männchen hingegen sind Einzelgänger oder leben in Kleingruppen. Während der Paarungszeit im Herbst schliessen sich die Böcke an eine Weibchenherde an, nachdem sie ihre Rangstellung untereinander geklärt haben. Nach gut fünf Monaten bringt das Weibchen ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Im Alter von etwa drei Jahren verlassen die jungen Böcke die Weibchenherde und schliessen sich zu Bockherden zusammen. Die jungen Weibchen bleiben in der Weibchenherde und pflanzen sich im Alter von etwa drei Jahren erstmals fort.

Strauss